Friday, May 25, 2007

Superzellen und Blitzshow der Superlative

Hallo,

nach einer mehrstündigen Fahrt in der letzten Nacht sind wir am Donnerstagmorgen alle recht erschöpft in Fort Worth, Texas angekommen. Warum wir gleich so weit in den Süden gekommen sind, werde ich im weiteren Verlauf noch erläutern. Zunächst möchte ich unseren Leserinnen und Lesern jedoch erstmal die Ereignisse des Mittwoch näherbringen. Nachdem die heftigen Gewitter über Zentralkansas in der Nacht zu Mittwoch irgendwann nachgelassen haben, sind wir am Mittwochmorgen nach neuerlichem Auftanken und Einkaufen (man glaubt gar nicht, wie schnell Proviant wie Wasser, Obst und Kekse wieder aufgebraucht sein können) von Great Bend aus in Richtung Nordwest-Oklahoma aufgebrochen. Dort lag unsere "target area" für diesen Tag, auch das Storm Prediction Center hat für den Bereich Südwestkansas, östliches Texas Panhandle und für den Nordwesten Oklahomas ein Moderate Risk, also eine mäßige Gefahr für Schwergewitter und Tornados herausgegeben.

Über Dodge City ging es um die Mittagszeit nach Südwesten und schließlich nach Süden bis etwa nach Buffalo, Oklahoma. Dabei handelt es sich um eine sehr kleine Stadt, die genau wie die aar anderen Orte dort von endlosen Prärien und rötlichen Felslandschaften mit Büschen umgeben ist. Südlich von Dodge City durchquerten wir dabei die mittlerweile stationär gewordene Front, die u.a. am Dienstag in Kansas die Unwetter brachte. Südlich der Front standen wir am frühen Nachmittag zwischen Ashland, Kansas und Buffalo, Oklahoma wieder bei stark böigem Südwind in 28°C warmer und schwüler Luft.



Da wir in dieser sehr dünn besiedelten Region überhaupt keine Internetdaten zur Verfügung hatten und auh das NOAA Weather radio nur sporadisch ein Signal bekam, mussten wir uns die meiste Zeit auf unsere Augen verlassen. Der Himmel war am Nachmittag bei Buffalo mit dicken Quellwolken übersät und recht diesig. Andere Chaser hielten mit uns am Straßenrand an und wir erörterten kurz die Lage. Nach kurzer Zeit stelle sich heraus, dass wir genau am richtigen Ort lagen, denn eine Suerzelle hat sich etwas südwestlich von uns entwickelt und wir konnten bereits den mächtigen Amboss erkennen. Etwa bei dem kleinen Ort May sahen wir dann den Aufwind in seiner ganzen Pracht und schnell entwickelte sich eine rotierende Wallcloud, für uns die erste des Tages.




Die Wolken senkten sich immer weiter herab und Wolkenfetzen stiegen vom Boden her auf, doch für einen Tornado wollte es dann doch nicht reichen. Bald drehte der kräftiger gewordene Südostwind auf West und wurde deutlich kühler, ein eher schlechtes Zeichen. Eine Weile noch verfolgten wir den Sturm, der vom Wetterdienst mittlerweile auch mit einer Tornadowarnung versehen war, gen Norden. Neben uns sammelten sich noch einige andere Chaser, darunter die "Twister Sisters", deren Jagd von einem größeren TV-Team aufwänig dokumentiert wurde. Die erste Zelle des Tages schwächte sich ab und etwas südwestlich kam gleich ein neuer Gewittersturm nach, der zwar auch eine Wallcloud, jedoch keinen Tornado produzierte.

Nach einem Navigations-Fehler, der uns auf eine unbefestigten Straße (hier Mudroads genannt), eine ganze Weile nach Norden führte, beschlossen wir endlich nach Süden aus dem mittlerweile abgekühlten und bewölktem ´Gebiet nach Süden in Richtung nordöstliches Texas Panhandle (auf der Karte der "Pfannenstiel" ganz im Nordwesten des Staates) durch zu brechen. Dies gelang uns relativ gut und so konnten wir am Abend nahe Follett eine neue Superzelle beobachten (an die Mets: ein riesiger HP-Sturm). Westlich und südwestlich von Follett standen wir einem enormen Gewitter mit dunkelgrauer bis grünlicher Färbung und vielen Naheinschlägen gegenüber.




Schließlich zog dieser Sturm an uns vorbei und wir drehten wieder nach Osten und dann nach Norden ab, um in der mittlerweile einsetzenden Dunkelheit diese Zelle oder auch weitere Stürme beobachten zu können. Lange mussten wir nicht warten, denn unsere Zelle machte auch auf dem Weg nach Harper und Beaver County in Oklahoma munter weiter und lieferte ein beeindruckendes Blitzspektakel.


Weiter ging es nun nach Norden in Richtung Laverne und nun wurde es etwas unheimlicher. In der Dunkelheit zog westlich von uns eine Superzelle mit Tornadowarnung nach Nord bis Nordost. Auf der einen Seite konnten wir immer wieder im Schein der Blitze eine markante Wolkenabsenkung unter dem Aufwind (Wallcloud) beobachten, auf der anderen Seite hämmerten jedoch einige Kilometer von uns entfernt riesige Blitze bei völlig trockenem Wetter in die Erde. Nun galt es in der Nacht und mit wenig Daten eine sehr hohe Aufmerksamkeit zu bewahren, damit es keine Überraschungen gab.

Bald näherte sich der Sturm und es folgten Einschläge in der näheren Umgebung, teilweise so hell, dass sich die Spur der Blitze noch eine Zeit lang auf unserer Netzhaut eingebrannt hatte. Nach einigen Minuten traf uns Abwind mit starkem Regen und wir wollten erneut nach Osten knapp vor die Zelle.

Nach kurzer Fahrt gen Osten bei Buffalo stellte sich heraus, dass wir es nicht nur mit Abwind zu tun hatten, sondern mit wirklich starkem Sturm und der Wind kam dabei von unserem Standort mit Blick nach Osten gesehen her erst von hinten, plötzlich jedoch von links und etwa auf zwei Uhr formierte sich eine neue Wallcloud. Dies war eine recht brenzlige Situation, waren wir doch nahe an einer eventuellen Zirkulation und wir hatten schlechte Sicht. Es dauerte nur wenige Minuten, bis im Radio eine neue Tornadowarnung für genau diese Zelle herausgegeben wurde...

Die Zelle zog aber langsam nach Nordosten weg und wir folgten dicht hinterher um bei der nächsten Möglichkeit schließlich nach Südosten ausweichen zu können. Nach einer etwa 40-minütigen Fahrt Richtung Woodward versuchten wir dann gegen 1h30 in der FRüh in Woodward ein Motelzimmer zu erhaschen. Damit hatten wir aber Pech, die ganze Kleinstadt war ausgebucht und im Westen drohte eine massive Gewitterlinie. Die Stimmung war fast schon gespenstisch, als wir im Eingangsbereich eine Motels im Westen der Stadt bei kräftigem Südwind ständiges Geblitze am ganzen westlichen Himmel beobachten konnten...

Es dauerte noch etwa 20 Minuten, ehe uns dieser Komplex dann mit Sturmböen, Wolkenbruch und vielen Blitzen überquerte. Da wir in Woodward wirklich keine Option mehr auf ein Motelzimmer hatten und sich außerdem herausgestellt hatte, dass sich seit dem Abend eine möglicherweise giftige Spinne irgendwo in unserem Auto eingenistet hat (und wir in selbigem daher natürlich nich mehr übernachten wollten!), entschlossen wir uns für eine lange Fahrt nach Dallas, wo wir zum Glück schon am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr in einem Motel bei Fort Worth einchecken konnten. Es waren schon sehr spannende 24 Stunden...:-)

Ciao,

Lars, Julian, Eric, Felix

Wednesday, May 23, 2007

Superzelle + Tornado, dazu 9 Stunden Unwetter

Hallo,

spät ist es heute geworden, diese Zeilen schreibe ich nach einem 9 Stunden-Chasing in Kansas. Es ist nach 2 Uhr in der Früh und daher fasse ich mich kurz. Wir erlebten heute das bislang beste Chasing, es gab das ganze Programm von einer Superzelle (erst Classic, dann HP) über einen Tornado bis hin zu einem massiven Gewittersturm mit Hagel und Überflutungen. Den Tornado beobachteten wir nördlich von Wakeeney, Kansas, den Gewittersturm anschließend im Raum Hays, Kansas. Dort gingen kurz nach unserem Eintreffen abends nach neun Uhr sogar die Sirenen an, da bei einer Zelle westlich des Ortes starke Rotation festgestellt wurde. Zum Glück für die Einwohner hat sich der Tornado nicht bewahrheitet, dafür tobte über dem Ort ein Sturm mit bis zu 140 km/h bei Wolkenbruch und Hagel. Wir mussten in einer Tankstelle Schutz suchen. Mittlerweile sitzen wir in einem Motel in Great Bend, Kansas, nachdem wir auf einer mehrstündigen Fahrt von Hays hierher mehrmals Hagel bis Golfballgröße, Nebel, Dauergeblitze und Sturm beobachten konnten. Ein perferkter Tag! Und heute (Mittwoch) steht ein Moderate Risk im Südwesten von Kansas und im Nordosten Oklahomas an, es sind erneut Superzellen und einige Tornados möglich.

Ciao,

Lars, Felix, Julian und Eric




Tuesday, May 22, 2007

Stürme im Oklahoma Panhandle

Der heutige 21. Mai brachte nach längerer Zeit des Wartens spannendes Wetter. Nachdem wir gestern Freunde in Arkansas City besuchten (auch dort gab es ein fantastisches BBQ inklusive leckerem US-Bier),


fuhren wir noch gestern Abend weit in den Westen von Kansas, genauer gesagt, in die Westernstadt Dodge City. Schon in Arkansas City wehte am Sonntag bei warmen 27°C ein böiger Südwind und die Luft wurde langsam feuchter und schwüler.

In der letzten Nacht wehte dann in Dodge City ein kräftiger Südwind und heute morgen wehten tiefe Wolkenfetzen mit einem Affenzahn über den Himmel. So ein Wetter ist an oder vor Tagen mit schweren Unwettern oft zu beobachten. Nach einem kurzen Abstecher in den Wal-Mart und in den Radioshack (Elektroladen) ging es am Montag Vormittag von Dodge City gen Süden Richtung Canadian, Texas.

Auf dem Weg dorthin trafen wir nur auf wenige Dörfer, dafür jedoch auf sehr viel Prärie, Buschland und Kühe :-). Der Wind wurde im Laufe des Tages noch stärker und wehte in Canadian schließlich so heftig, dass regelmäßig Staubwolken über Straßen, Wege und Parkplätze gefegt wurden. Werbeschilder und Bäume wurden wild hin und herbewegt. Nach kurzer Zeit des Wartens (und einem Burger für einige im Team) gingen dann nach Westen hin sehr schnell Gewitterzellen in die Höhe, in nur 10 bis 20 Minuten wuchsen die Wolken 10 km nach oben. Wir fuhren die Zellen von Südosten her an und stellten uns aufgrund der Labilitäts- und Windverhältnisse in der Atmosphäre auf starke Zellen mit viel Sturm und kleinerem Hagel ein. Kurze Zeit später war es dann soweit, nördlich von Perryton startete der Alarm unseres Weather Radios und die ersten Warnungen wurden herausgegeben. Anschließend zog eine Gewitterlinie (für die Mets: wahrscheinlich kleines Bow) von Südwest nach Ost bis Nordost über die endlos weite Landschaft und brachte u.a. die folgenden Eindrücke zustande.






Insgesamt drei Mal ließen wir uns überrollen, jeweils mit Sturm und Hagel bis 2,5 cm Durchmesser und später auch heftigen Blitzeinschlägen. Auch ein paar andere Stormchaser waren unterwegs und man grüßte sich natürlich jedes Mal :-). Die Gewitter von heute sind jedoch eher eine "Vorspeise" zu dem, was am Dienstag in vielen Teilen von Kansas erwartet wird. Wir sind gespannt, was uns Mutter Natur bieten wird.

Ciao,
Lars, Eric, Julian, Felix

Sunday, May 20, 2007

Chaserparty bei Rocky Rascovich



Da sind wir wieder und diesmal melden wir uns aus dem schönen Norman, Oklahoma. Norman ist eine Universitätsstadt südlich von Oklahoma City (kurz OKC) und Sitz der meisten Vorhersage- und Forschungszentren für Meteorologie und hier besonders für severe weather.

Zwei Nächte lang "residierten" wir in unserer eigenen Cottage, eingebettet in einem netten Park. Jeder hat sein eigenes Schlafzimmer, eingebaute Küche gibt´s auch und zwei Fernseher sowieso. Gestern waren wir nicht nur auf dem Weg durch OKC sondern auch in den kleinen Vorort Piedmont. Dort findet jedes Jahr ein großes Chaserpicnic statt, bei dem ein Haufen bekannter US-Chaser bei Burgern, Buffet und Dr. Pepper (und ähnlichem) zusammensitzt und sich austauscht. Ein Höhepunkt waren die zahllosen, mitunter wirklich grandiosen Videos von Stormchaser-Berühmtheiten wie Jim Leonard, Scott Currens oder auch Olivier Staiger (auch Klipsi genannt). Etwa 60 Leute waren gestern dort und für uns bot sich zum ersten Mal die Gelegenheit, mit unseren "Kollegen" hier in den Staaten zu plaudern und ein paar Erfahrungen auszutauschen. Es erübrigt sich fast zu sagen, dass die Chaser in den Plains oftmals in einer ganz anderen Liga spielen, als wir in Deutschland. Die Location der Party, das Haus von Rocky Rascovich, ist nur idyllisch am Rande der Metro area mitten in der Prairie gelegen, neben dem riesigen Grundstück mit Pool gibt´s gleich noch die eigene Pferdekoppel. Die Gegend bietet aufgrund seiner Lage einen enormen Weitblick in alle Himmelsrichtungen und Rocky´s Frau berichtete uns auch gleich von den nahen Begegnungen mit einigen Tornados, die sie von ihrem Garten aus schon beobachten konnten.


Am heutigen Sonntag besuchen wir nun Freunde in Arkansas City, Kansas und ab morgen werden wir dann mehr oder weniger in einen ausgeprägten Chase-Modus wechseln, denn die nächsten drei Tage versprechen spannendes Wetter mit Superzellen-Potential von Nebraska bis Nordwesttexas :-)

Ciao,

Lars, Eric, Julian und Felix

Friday, May 18, 2007

Fun in Tulsa, OK

Hallo liebe, geduldige Blogleser. In den letzten beiden Tagen haben wir uns ein wenig von anderen Dingen einnehmen lassen und der Blog war etwas ruhiger. Nun aber möchten wir allen Lesern nicht vorenthalten, was wir am Mittwoch und Donnerstag so gemacht haben. Vorab ein paar Worte zum Wetter: noch immer liegen wir im Bereich eines Hochkeiles (oder einfach Hochdruckgebiet) und das sorgt in den zentralen und südlichen Plains für freundliches und zunehmend wärmeres Wetter. Doch es ist eine Änderung in Sicht, denn ab Sonntag macht sich besonders in den nördlichen Plains eine aktivere Wetterlage bemerkbar. Die wird uns dann aller Voraussicht nach am Montag und Dienstag Gewitter, möglicherweise auch Superzellen bringen. Also warten wir gespannt ab und machen bis dahin richtig Urlaub!
Und den zelebrierten wir nach kurzem Aufenthalt in Wichita, KS gleich mit einem echt amerikanischen Barbeque (kurz BBQ) in Tulsa, Oklahoma. Dort lebt ein guter Freund von Eric, ein Münchner, der allerdings seit geraumer Zeit schon in den USA lebt (erst in Dallas, nun in Tulsa). Und wenn man schon mal Freunde aus der Heimat in der Nähe hat, dann muss das auch gleich gefeiert werden :-). Also traf man sich an einem lauen, freundlichen Mittwochabend und genoss eine leckere Auswahl aus Steaks, gegrillten Kartoffeln, Caesar´s Salad, Fried Beans und eiskaltem Budweiser.

Tulsa, ehemals die wichtigste Ölstadt der Welt (mit viel "altem Reichtum"), bot uns so viele Reize, dass wir gleich beschlossen, noch eine Nacht zu verbringen. Nicht nur, dass unser Hotel direkt am Arkansas River liegt und es gleich nebenan mit dem Riverwalk eine nette Location zum abendlichen Ausgehen gibt, nein, die Stadt bietet natürlich auch so einige Shoppingmöglichkeiten und so verbrachten wir einen Großteil des Donnerstags in einer klimatisierten Einkaufsmall mit über 150 Geschäften. Die Folge: unsere Koffer gehen nicht mehr zu, dafür ist in unseren Portemonnaies nun mehr Platz. In einer Stadt gibt´s natürlich auch immer Möglichkeiten, wie man den Abend interessant gestalten kann. Zunächst gönnten wir uns ein geschmackvolles, mexikanisches Dinner am Fluß im Vorort Jenks und nachher noch einen Besuch im Szene-Viertel "Brookside" in Tulsa. Taxifahrer Morris brachte uns dann in der Früh um halb drei wieder zum Hotel ...

Am heutigen Freitag geht es nun nach OKC, der State Capital of Oklahoma. Mehr darüber erfahren die geneigten Leser dann in den kommenden Tagen.

Ciao,

Lars, Eric, Julian und Felix

Tuesday, May 15, 2007

In Kansas...

Gestern ging es in einer langen Fahrt (mit kurzer Pause in Guthrie, Oklahoma) von Dallas, TX nach Kansas. Dort erwarteten wir zum späteren Abend an einer markanten Kaltfront Gewitter und Sturm.


Einen ersten Datencheck machten wir bei schwülwarmem Südwind und etwa 29°C in Salina, KS. Das Auffinden eines ungesicherten WLAN-Hotspots gestaltete sich anfangs etwas schwierig, in einem größeren Gewerbegebiet fuhren wir die Straßen auf und ab, die Laptops immer auf dem Schoß. Schließlich wurden wir in einem Wohngebiet fündig und schauten uns auf dem Radar mal an, was denn die Gewitterlinie in Nebraska so anstellen würde. Uns war schon bei Abfahrt klar, dass Scherung und Dynamik dieses Mal für Superzellen und Tornados nicht reichen würde, doch nach einem bislang ereignisarmen Jahr in Deutschland waren wir einfach ziemlich scharf auf ein paar ordentliche Gewitter. Zunächst genossen wir die Ruhe und Weite der Landschaft zwischen Salina und Concordia, KS in der Nähe eines Highways. Bei ein paar Budweiser (in Dosen) ließen wir sicher mehr als eine halbe Stunde lang die Kombination aus abendlich weichem Licht, zirpenden Grillen, schwülwarmem Südwind und einer im Nordwesten langsam aufziehender Ambosskette auf uns wirken. Wem es manchmal zu voll ist vor lauter Menschen, Autos, Häusern, dem ist die weite Landschaft der Plains wirklich zu empfehlen.




Zu den Gewittern bleibt zu sagen, dass wir nach kurzem Warten an einer Landstraße eine herrliche Blitzshow vom West- bis zum Nordosthorizont erleben durften, eher heftiger Outflow (kühle, starke Abwinde aus dem Gewitterkomplex heraus) viele Staubwolken über die Landschaft trieb und uns den Sand in die Augen. Später in der Nacht wurden wir dann in unserem Motel in Salina von den Gewittern überrollt.

Eine Begegnung der dritten Art möchte ich den Lesern nicht vorenthalten. Während wir die flackernden Blitze über den Feldern beobachteten, machten wir auch gleich Bekanntschaft mit ein paar recht aufdringlichen Bewohnern der Prärie: den June-Bugs. Das sind dicke (ca 2,5 cm!), laut brummende Käfer, die sich anscheinend besonders gerne auf Armen, Händen, Schultern und Gesichtern niederlassen. Zudem ertappten wir sie auch bei ihrem heimtückischen Plan, Nester in unseren Krägen sowie später im Auto zu bauen. Man kann sich das Bild nun vielleicht schon ausmalen. Es bleibt mir zu sagen: die Moskitos waren weniger das Problem...das Bild zeigt, wie wir uns gegen den Angriff der June-Bugs...


Heute ist die Kaltfront nun durch und wir haben einen krassen Wetterwechsel von 29°C und schwüler Luft gestern zu kühlen 18°C, böigem Nordwind und Wolken heute. Morgen gibt´s mehr Infos, dann aus der Gegend um Wichita, KS.

Ciao,

Lars, Felix, Eric und Julian

Monday, May 14, 2007

Wir sind angekommen!







13.05, abends: nach einem laaangen Flug (ca. 10h) über den Atlantik und einer recht schnellen Einreise am Atlanta Hartsfield Airport ging es mit unserem Anschlußflug westwärts über den "Mighty Mississippi" gen Dallas, Texas. Etwa über dem Norden Louisianas durften wir dann gleich mal eine Warteschleife fliegen und vom Cockpit kam die Durchsage, dass dies aufgrund von "some weather moving into the Dallas area" sein müsste :-). Offensichtlich waren dort stärkere Gewitter aktiv. Beim Blick nach draußen bot sich uns auf dem letzten Teil der Strecke dann auch ein beeindruckendes Bild. Überall standen große CB´s (für die Nicht-Fachleute: Gewitterwolken) herum, der Pilot navigierte etwa 20 Minuten lang recht geschmeidig um sie herum, nicht ohne uns einen tollen Blick auf eine Ambossunterkante samt Mammatus zu liefern. Einen Aufwindturm schrammte er dann doch und es ruckelte mal ganz ordentlich. Die Bilder unten sind Standbild-Aufnahmen von Julian, die er aus dem Flieger heraus gemacht hat.




Bei Ankunft am DFW-Airport regelten wir dann bald die "Mietwagen-Miet-Angelegenheit" (es ist ein dicker Jeep Grand Cherokee, wie man erkennen kann) und dann begrüßte uns zum ersten Mal die schöne feuchte Plains-Luft, (T/Td: 23/20) :-) und wir wussten: wir sind endlich angekommen und quasi auch zu Hause ;-). Abends holten Julian und ich dann noch unsere Chaser-Kollegen Felix und Eric ab und begingen Felix´ Geburtstag mit einem Walmart-Cherry-Pie, den konnte man auch halbwegs essen. Auch die Gallonen Gatorade und die Donuts durften nicht fehlen um uns auch die bevorstehenden Fahrten etwas zu versüßen.

Heute nun (sprich Montag Vormittag) geht es gleich weiter in den Norden von Kansas, wo wir am Abend eine Squall-Line samt Sturm und netten Blitzspektakel erwarten. Die Fahrt wird ein wenig länger, es sind nämlich mal eben 500 Meilen, die wir dafür runterreißen.

Morgen gibt´s dann eine neue Geschichte aus dem Gewitter-Wunderland...

Ciao,

Lars, Felix, Eric, Julian

Saturday, May 12, 2007

Great Plains 2007 - am Sonntag geht es wieder los!

He´s back! Der kleine Blog wurde von Staub und Motten befreit und wird in den kommenden Wochen wieder sehr aktiv sein:

am Sonntag, den 13.05, geht es nach langem Warten wieder in die Great Plains zur Sturmjagd. Wir sind diesmal wieder ein Vierer-Team bestehend aus Eric Chibidziura, Felix Geis, Julian Eichhorn und meiner einer. Ankunft wird am frühen Abend am Flughafen von Dallas-Fort Worth in Texas sein. Wir erwarten zum Abend schwülwarme Luft und ein 30%-iges Gewitterrisiko :-). Diese Zellen werden bei schwacher Windscherung allerdings nicht "severe" sein, dass heißt, die Kriterien des US-Wetterdienstes für ein schweres Gewitter (Hagel ab 2 cm, Böen ab 90 km/h und/oder Tornados) werden wahrscheinlich nicht erfüllt. Erstes Ziel könnte anschließend am Montagabend der zentrale Teil von Kansas sein. Dort werden an einer Kaltfront Gewitter (evt. eine Squall-Line) erwartet. Danach stabilisiert sich das Wetter zur Wochenmitte etwas, dann bleibt uns Zeit, um u.a. die Dallas/Fort Worth metro area zu entdecken und ein paar Bekannte zu besuchen. Wir melden uns spätestens Montagfrüh (Ortszeit, also europäische Sommerzeit -8 Stunden!) wieder.

Ciao!

Wednesday, September 20, 2006

Hurrikan "Gordon" auf den Azoren

Die Azoren bekamen in den letzten Stunden eher seltenen Besuch aus den Tropen. Hurrikan Gordon hat sich in den letzten Tagen mit einer stärkeren, westlichen Höhenströmung quer über den Atlantik in Richtung Azoren verlagert und wütete dort als Sturm der Kategorie 1. Die Mittelwinde lagen vor kurzem noch bei etwas über 120 km/h, auf der südöstlichsten Insel Santa Maria wurden bereits Böen bis 131 km/h registriert. Durch die hohe Zuggeschwindigkeit sind die Regenmengen nicht allzu groß. Die Azoren liegen zwar nicht mehr in der typischen Region für tropische Wirbelstürme, doch in manchen Jahren liegen sie doch in der Zugbahn von - sich meist rasch abschwächenden - Systemen. Hurrikan Gordon auf den Azoren ist aber sicher kein extremes Ereignis, von einem Zusammenhang mit der Klimaerwärmung ganz zu schweigen. In den kommenden Stunden dürfte Gordon sich weiter abschwächen und zu einem außertropischen Tief werden. Mit Sturmböen und starken Regenfällen könnte dieses System allerdings noch den Nordwesten der Iberischen Halbinsel plagen.

Hurrikan Helene indes wird bald nach Norden bis Nordosten abdrehen und somit weiter keine Bedrohung für Land darstellen. Zur Zeit ist Helene ein Hurrikan der Kategorie 2 mit Mittelwinden um 175 km/h.

Lars

Monday, September 18, 2006

Hurrikane Gordon und Helene pflügen durchs Wasser



Hurrikan Gordon wird in den kommenden Tagen auf den Azoren für sehr stürmisches Wetter sorgen. Momentan liegt der Sturm der Kategorie 1 noch weit westlich der Inselgruppe auf dem offenen Atlantik, im Laufe des Dienstags erreicht er dann die Inseln. Dabei wird er sich (aufgrund der langsam auf unter 26°C sinkenden Wassertemperaturen und aufgrund zunehmender Windscherung) etwas abschwächen. Momentan werden die mittleren Windgeschwindigkeiten auf ca. 150 km/h geschätzt, mit stärkeren Böen. Auch die Azoren könnten trotz Abschwächung noch Orkanböen mitbekommen, zudem drohen heftiger Regen.

Weiter südlich, aber fast auf dem selben Längengrad, befindet sich Hurrikan "Helene". Dieser tropische Wirbelsturm ist im Augenblick ein "Major Hurricane" der Kategorie 3, mit mittleren Windgeschwindigkeiten knapp über 200 km/h. Auch in den kommenden drei Tagen dürfte Helene bei weiter günstigen Bedingungen ein Sturm der Kategorie 3 bleiben, möglicherweise schafft er es sogar noch auf Kategorie 4, die zweithöchste Stufe. Zunächst bewegt sich der Sturm nordwest-, dann westwärts. Ob die Strömung über dem Osten der USA den Hurrikan dann "aufpickt" und nach Norden lenkt, ist noch nicht ganz sicher. Zumindest ist in den kommenden Tagen in den USA und in der Karibik kein Landfall zu erwarten. Aber Bermuda könnte später in den Einflussbereich von Helene kommen.

Lars

Thursday, September 14, 2006

"Major Hurricane" Gordon - Helene auch schon da


Der September, typischerweise der aktivste Monat wenn´s um Tropenstürme geht, ist mittlerweile recht interessant geworden. Bislang kamen wir im Alphabet der Tropensturm-Namen in dieser Saison eher schleppend voran, doch in den letzten Tagen wurde ein Gang nach oben geschaltet.

"Florence" hat sich mittlerweile in den Nordatlantik verabschiedet und sich zu einem starken, außertropischen Sturmtief umgewandelt. Dahinter kam "Gordon", dieser kompakte Sturm hat sich recht schnell zu einem Hurrikan der Kategorie 3 gemausert. Damit ist Gordon der erste sog. "major hurricane" in dieser Saison im Atlantik. Der Sturm ist viel kleiner als Florence, aber auch deutlich besser organisiert. Die Bedingungen waren und sind aber auch fast ideal, kaum Scherung, die den Wirbel stören könnte, sowie vorerst noch hohe Wassertemperaturen um die 28°C. Gordon wird für Land aber keine Bedrohung werden, es ist also ein "Fish storm", eine Bezeichnung, die unter Hurrikan-Chasern und vielen Meteorologen gebraucht wird um zu verdeutlichen, dass allenfalls die Fische von diesem Hurrikan geärgert werden dürften.

Weiter östlich ist der Atlantik auch eher unruhig, aus der ehemals tropischen Depression Nr. 8 ist unlängst Tropical Storm "Helene" geworden. Dieses System wird sich erstmal nur langsam entwickeln und intensivieren, aber der nächste Hurrikan auf dem Atlantik ist relativ sicher. Eine Bedrohung für Land, also für die Karibik, die USA oder Mexiko (Ostseite!) ist derzeit nicht in Sicht. Die meisten Stürme auf dem Atlantik biegen rechtzeitig nach Norden und Nordosten ab, bevor sie in die Nähe des Kontinents gelangen. Das ist ein Gegensatz zu den letzten beiden Jahren, als ein beständiges Hochdruckgebiet vom Atlantik bis in die östlichen USA reichte und die weiter südlich gelegenen Stürme somit oft weiter nach Westen über Florida und in den Golf gezogen sind.

Lars

Tuesday, September 12, 2006

Florence wird zum außertropischen Sturm - "Gordon" folgt


Hurrikan "Florence" ist seit gestern weiter nach N bzw. NE gezogen und wandelt sich langsam in ein außertropisches Sturmtief um. Allenfalls Neufundland könnte noch starker Sturm bevorstehen, ansonsten ist kein Land mehr betroffen. Die Struktur von Florence ist bereits sehr assymmetrisch und der Wirbel hat sich schon abgeschwächt. Auf Bermuda gab es durch Florence einige Schäden an Dächern, Stromleitungen und an der Vegetation, insgesamt ging es aber recht glimpflich ab. Auf dem Flughafen Kindley Field wurden gestern Vormittag Mittelwinde um 106 km/h gemessen, bei Böen bis 144 km/h. Die Station St. Davids registrierte Mittelwinde bis 129 km/h bei Böen von 160 bis 180 km/h. Das Auge von Florence zog etwa 60 Meilen (ca. 95 km) westlich an der Insel vorbei, die stärksten Winde und Regenfälle blieben daher eher westlich auf freier See.

Hinter Florence ist aus der ehemaligen Tropischen Depression Nr. 7 mittlerweile der Tropensturm "Gordon" geworden. Dieses neue System wird wahrscheinlich schon morgen die Stärke eines Hurrikans erreicht haben, nach den derzeitigen Berechnungen aber keine Bedrohung für Land darstellen. Nur Bermuda könnte eventuell etwas von Gordon zu spüren bekommen.

Derweil hat sich weiter östlich, vor der Küste Afrikas, eine neue, starke tropische Welle gebildet. Diese könnte sich im Laufe der Woche zum nächsten Hurrikan (das wäre dann "Helene") intensivieren.

Lars

Monday, September 11, 2006

Florence bleibt ein Kategorie 1 - Sturm

Hurrikan Florence hat sich in den letzten 12 bis 18 Stunden nicht mehr sonderlich verstärkt. Der Sturm sieht auf den Satellitenbildern auch nicht wirklich sehr symmetrisch aus - ein Zeichen, dass der Sturm etwas "schwächelt". Für Bermuda gilt aber weiterhin eine Hurrikan-Warnung, die Mittelwinde liegen etwa um 130 km/h in der Eyewall, die Böen noch darüber. Zudem werden Regenmengen von 50 bis 100 mm, lokal bis 150 mm erwartet (zum Vergleich: ganzer September in Deutschland, durchschnittlich etwa 50 bis 70 mm) Die Zugrichtung ist NNE-wärts an Bermuda vorbei. Auf seinem Weg in Richtung Neufundland und in die Seegebiete östlich davon wandelt sich Florence in den kommenden Tagen langsam in ein starkes, außertropisches Tief um.

Lars

Saturday, September 09, 2006

Hurrikan Florence zieht auf die Bermudas zu


"Florence" hat sich zu einem Hurrikan der Kategorie 1 verstärkt, der Kerndruck wurde am Morgen auf 976 hpa geschätzt. Die Mittelwinde erreichen etwa 130 km/h und mit einer weiteren Intensivierung wird gerechnet. Nach derzeitigen Modellberechnungen wird Florence Montag als Kategorie 2-Sturm die Bermudas treffen, das Zentrum soll dabei etwas westlich vorbeiziehen. Ähnlich wie bei Hurrikan "Fabian" im Jahr 2003 wird Bermuda allerdings die volle Kraft des Windes zu spüren bekommen, liegen die Inseln doch (in Zugrichtung gesehen) im rechten Quadranten des Wirbels. Hier addieren sich Rotationsgeschwindigkeit und Zuggeschwindigkeit und auch die Sturmflut schlägt in diesem Sektor voll zu Buche. Dazu kommen Regenfälle mit Mengen zwischen 125 und 200 mm. Der Wetterdienst der Bermudas hat bereits eine Hurrikan-Warnung ausgesprochen. Schon in der kommenden Nacht werden sich die Bedingungen dort verschlechtern, morgen sind dann "hurricane conditions" zu erwarten. In der sog. "Eyewall", einem Ring starker Konvektion rund um das Zentrum/Auge des Hurrikans, gibt es die stärksten Winde, um 170 km/h im Mittel, mit Böen bis etwa 200 sind morgen möglich.
Hinter "Florence" gibt es nach wie vor weiter südöstlich ein zweites, schwächeres System. Derzeit sieht es noch nicht danach aus, als ob sich aus diesem Gewittercluster in Kürze ein neues System entwickelt, aber man ist wachsam.

Lars

Wednesday, September 06, 2006

"Florence"



Seit gestern hat sich die tropische Depression Nr. 6 zum tropischen Sturm intensiviert. Im Alphabet, bzw. in der Namensliste für den Atlantik wären wir in dieser Saison somit bei Florence. TS Florence befindet sich derzeit weit nordöstlich der Kleinen Antillen und das System bewegt sich in den kommenden Tagen langsam in Richtung Nordwesten weiter. Die Konvektion hat sich verstärkt, aber bei den durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten konnte bislang keine größere Veränderung festgestellt werden. Die Werte werden auf rund 40 Knoten (ca. 72 km/h) gechätzt. Für die kommenden zwei bis drei Tage wird noch nicht mit eine größeren Zunahme gerechnet. "Florence" hat noch etwas mit der Windscherung in höheren Schichten der Troposphäre zu kämpfen. Windscherung stört die Zirkulation des Sturmes, d.h., stärkerer Wind in der Höhe "schiebt" den oberen Teil des Systems weg. Verursacht wird diese durch ein Höhentief weiter nordwestlich. Das soll sich nach Modellberechnungen jedoch langsam abschwächen und dann könnte der Sturm über dem etwa 29°C warmen Wasser weiter verstärken. Vorerst stellt "Florence" keine größere Gefahr für Landgebiete dar. Ob der Sturm zum Wochenende hin dann langsam nach Norden abbiegt und somit auf offener See verbleibt, muss man noch abwarten. Wir könnten aber in einigen Tagen den ersten "major hurricane" (Kategorie 3 oder höher) dieser Saison sehen.

Lars

Monday, September 04, 2006

TD 6


Nach kurzer Ruhephase hat sich im tropischen Nordatlantik, weit östlich der Kleinen Antillen die Tropische Depression Nr. 6 gebildet. Die Konvektion ist zur Zeit recht stark, allerdings wird das System von leichter südwestlicher Windscherung beeinflusst. Ein deutliches Rotationszentrum ist noch nicht auszumachen. In den kommenden Tagen soll sich der obertroposphärische Trog, der für die Scherung verantwortlich, nach NE zurückziehen. Zudem rechnen die Modelle über dem Gebiet der TD 6 zunehmend antizyklonalen Einfluss. Dies ist für die Intensivierung des Systems sehr günstig, denn so kann die im tropischen Sturm aufsteigende Luft "oben", im Tropopausenniveau nach außen abgeführt werden (upper-level outflow). Momentan liegt die mittlere Windgeschwindigkeit von TD 6 bei etwa 30 Knoten (ca. 50-60 km/h). Bald wird wohl der Status eines tropischen Sturmes erreicht werden und nach Wochenmitte könnten wir dann den nächsten Hurrikan sehen. Die Zugrichtung scheint nach heutigen Modellberechnungen WNW zu sein. Ob und wann der Sturm eine Bedrohung für die US-Küste oder für die Bahamas werden könnte, ist derzeit noch unklar. Wir behalten die Entwicklung im Auge.

Lars

Friday, September 01, 2006

Standby - wir schauen in die Tropen


Heute ist der 1. September. Der tropische Sturm "Ernesto" hat gestern u.a. die US-Bundesstaaten North und South Carolina heimgesucht. Er war dabei nah dran, zu einem Hurrikan der Kategorie 1 (118-153 km/h 1-Min. Mittelwinde) heraufgestuft zu werden. Neben dem Sturm waren vor allem die heftigen Regenfälle von teilweise 125 bis 250 mm ein Problem.

Bislang lief die diesjährige Hurrikansaison ziemlich ruhig, aber der Höhepunkt der Aktivität steht noch bevor. Die www.stormexpedition.com Hurrikan-Expedition ist abgesegnet. Zusammen mit Marco Kaschuba werde ich in den kommenden Wochen quasi auf Standby sein und in Richtung US-Ost- oder Golfküste fliegen, falls ein Hurrikan diese Regionen erreichen sollte. Dann gibt es an dieser Stelle wieder Updates und Bilder!

Bis dahin,
Lars aka tvs

Saturday, June 03, 2006

Mehr Bilder und sonstige News...

Hallo,

ok, wir sind schon ein ganzes Weilchen wieder im Lande (und haben uns auch wieder an die diesmal wirklich ungewöhnlich tiefen Temperaturen gewöhnt). Doch trotzdem möchten wir noch mitteilen, dass es einen Teil der Bilder bald auch unter http://www.bavariastormteam.com/Plains2006 zu sehen gibt.

Dieser Blog bleibt in den nächsten Wochen vorerst inaktiv, wird aber im Herbst eventuell wieder lesenswert. In Zusammenarbeit mit dem Wettermagazin (www.wettermagazin.de) und mit www.stormexpedition.com sind einige Touren geplant. Ein "Joint venture" mit Stormexpedition könnte es im September geben (Tour nach Florida/SE-USA: tropische Konvektion, Wasserhosen und Hurricanes). Eine weitere Tour mit ähnlichen Themen/Zielen folgt im Oktober, eine dritte (eventuell mit ähnlichem Team wie dieses Jahr) im Mai 2007. Dann geht es wiederum in die Great Plains.

Lars